Karsten Köhler im Speakerinterview

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Seinen Vortrag auf der Content Marketing Masters 2017 zum Thema „Blog-Views werden zu Leads werden zu Sales – Ein Einblick in den HubSpot-Blog“ haben wir euch bereits in einem Blogpost letzte Woche vorgestellt. Doch wie Karsten Köhler, bei HubSpot Leiter der Marketingabteilung für Deutschland, Österreich und die Schweiz, zum Content-Marketing gekommen ist, wie er Content-Marketing vom klassischen Marketing abgrenzt und wo seine persönliche Leidenschaft liegt, verrät er euch in diesem Interview.
 
Viel Spaß beim Lesen!
 
Content Marketing Masters: Wir freuen uns sehr, dich an Bord der Content Marketing Masters 2017 zu haben. Doch bevor du mit deinem Vortrag den Saal zum Kochen bringst, möchten wir die Gelegenheit nutzen und ein bisschen mit dir plaudern. Lass uns doch am besten damit beginnen, dass du uns verrätst, wie du zum Content-Marketing gekommen bist.
 
Auch ich freue mich, bei den Content Marketing Masters dabei zu sein! Meine Wurzeln liegen gar nicht im Marketing: Während meines Studiums habe ich mehrere Jahre in journalistischen Redaktionen gearbeitet – als Chef vom Dienst beim bundesweiten Onlineradio detektor.fm zum Beispiel und als Redakteur beim Musikmagazin VISIONS. Wer Journalismus versteht und beherrscht, dem fällt Content-Marketing leicht, da hierfür dieselben Prinzipien gelten: Die Inhalte müssen für den Leser relevant sein.
 
Um mich breiter aufzustellen, habe ich begonnen, auch Marketing-Aufträge anzunehmen und Content nicht für ein Publikum, sondern für den idealtypischen Kunden eines Unternehmens zu produzieren, die Buyer-Persona. Zu diesem Zeitpunkt fehlte nur noch eine konkrete Marketing-Strategie – das heißt, wie man Content-Marketing langfristig effizient und gewinnbringend gestaltet, um auch tatsächlich einen Return-on-Investment zu sehen. Dieses Wissen kann man sich mittlerweile sehr leicht selbstständig aneignen, zum Beispiel in Online-Kursen von edX, Coursera oder der HubSpot Academy, die Zertifizierungen zum Thema Inbound-Marketing anbietet.
 

 
Content Marketing Masters: Nun ist die Definition von Content-Marketing ja gar nicht so leicht. Wie würdest du einem Laien den Unterschied zwischen Content-Marketing und klassischem Marketing erklären?
 
Klassisches Marketing ist ein sehr weit gefasster Begriff. Üblicherweise versteht man unter klassischem Marketing, dass unter Einsatz eines sehr hohen Budgets Botschaften verbreitet werden – zum Beispiel mittels Plakat-, Radio- oder Fernsehwerbung. Dabei wird nicht darauf geachtet, wen man eigentlich ansprechen möchte, wie die Zielgruppe angesprochen werden möchte und wofür sie sich interessiert. Denn im Mittelpunkt dieser Massenbotschaften steht das Produkt.
 
Beim Content-Marketing steht hingegen der idealtypische Kunde im Vordergrund; das Produkt tritt zunächst in den Hintergrund. Damit der Kunde die Inhalte interessant findet, müssen sie relevant sein – also seine Probleme, Herausforderungen, Interessen und Lebenswelt thematisieren.
Content-Marketing ist also die Produktion von relevanten Inhalten für die Zielgruppe bzw. Buyer-Persona eines Unternehmens nach journalistischen Kriterien. Erst wenn sich der Verkaufstrichter verengt, der Kunde also durch den Content auf Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam geworden ist, sich vom Expertentum des Anbieters überzeugt hat und Kaufinteresse zeigt (Bottom of the Funnel), wird das Produkt oder die Dienstleistung stärker präsentiert.
 
Content Marketing Masters: Ist Content-Marketing für jeden Unternehmenstyp geeignet oder gibt es Einschränkungen?
 
Manche Branchen wirken auf den ersten Blick unscheinbar oder unpassend, insbesondere im B2B-Bereich. Tatsächlich ist Content-Marketing aber für jede Branche geeignet. Jedes Unternehmen hat einen idealen Kunden. Jeder Mensch interessiert sich für Inhalte, die Lösungen für seine Herausforderungen bereitstellen. Das liegt in unserer Natur. Bleibt nur die Frage, über welchen Kanal und in welcher Form wir diese Inhalte bereitstellen. Gerade im B2B-Bereich sind hilfreiche Inhalte in Form von Ratgebern für komplexe Vorgänge oder E-Books zu Branchenthemen sehr effektiv.
 
Content Marketing Masters: Für welches Unternehmen/für welche Marke würdest du gerne eine Kampagne aufsetzen und warum?
 
Sehr spannend finde ich Hidden Champions, also erfolgreiche Unternehmen, die nur wenige Menschen kennen. Oft bewegen wir uns da im B2B-Bereich, also bei Spezialklebern, Kompressoren und Ähnlichem – was erst einmal wenig aufregend klingt. Meistens ist genau das Gegenteil der Fall. Die Produkte sind extrem vielseitig, werden oft auf der ganzen Welt und branchenübergreifend eingesetzt und erzählen unzählige Geschichten. In der Regel betreiben diese Unternehmen noch Marketing der alten Schule, sodass man hier mit Inbound-Marketing noch viel Potenzial ausschöpfen kann.
 
Darüber hinaus hätte ich große Lust, meine persönliche Leidenschaft mit meiner Profession zu verbinden: Ich liebe Fahrräder und fahre selbst gern und viel. Da liegt es nahe, dass ich gern für einige meiner Lieblingsmarken Kampagnen aufsetzen würde, zum Beispiel für Bombtrack, Cinelli oder Fizik. Allein bei den Namen schlägt mein Herz höher.
 
Content Marketing Masters: Lass uns zum Schluss nochmal über deinen Vortrag zum HubSpot-Blog sprechen. Welche Erkenntnisse können unsere Teilnehmer aus deinem Vortrag mitnehmen?
 
Wir schauen bei HubSpot mittlerweile auf einige Jahre Blogging-Erfahrung zurück. Der Blog ist das zentrale Werkzeug von Content-Marketern und wesentlicher Bestandteil der Inbound-Methodik. Im Vortrag erkläre ich, was wir in den vergangenen Jahren gelernt haben, und teile Hacks, mit denen nicht nur der Blog schneller wächst, sondern auch das Unternehmen – eben weil der Blog am Anfang des Verkaufstrichters so eine zentrale Rolle einnimmt und damit Voraussetzung für erfolgreiches Content-Marketing ist. Ich bin gespannt auf die Content Marketing Masters 2017 und freue mich auf regen Austausch!
 

Ihr möchtet diesen Vortrag auf keinen Fall verpassen? Hier kommt ihr zum Ticket für die Content Marketing Masters 2017! Auf welche Speaker und welche Themen ihr euch außerdem freuen dürft, erfahrt ihr in unserem Konferenzprogramm.

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